Zurüruck zum Inhalt

Der Sorgenschrank ist zu

Foto verwilderter StegBei Al-Anon habe ich gelernt, dass ich mir keine Sorgen auf Vorrat machen soll, da es eh meist anders kommt, als ich es mir in meinem Kopf zurecht gedacht habe.
Die letzte Woche hat mir gezeigt, dass ich gut daran getan habe, mich in kritischen Situationen meiner Höheren Macht anzuvertrauen. Auch die Bereitschaft zu haben, vorbehaltlos Ihren Plan anzunehmen. Die alten Regungen, mit aufwühlenden Ereignissen umzugehen oder mich mit Sorgen zu belasten, deren Lösungen nicht durch mich beeinflusst werden können, sind leider immer wieder oder immer noch vorhanden. Nur habe ich heute die Werkzeuge, mit anders damit auseinander zu setzen.
Konkret ging es um Krankheitsfälle in der Familie und im Freundeskreis, die es schafften, das Gedankenkarussell in Gang zu bringen. Zum Glück war da blitzschnell der zweite Gedanke: ‚was kann ich tun, um die Situation zu ändern?‘ Antwort: NICHTS, außer meine Höhere Macht zu bitten, das Karussell zu stoppen. Meine Sorgen abzugeben und mich auf die Realität, das Hier und Jetzt zu besinnen.Erleichterung machte sich breit. Es tat gut, mit dem Partner darüber zu reden, klarzustellen, dass Mitgefühl angebracht ist und nicht Sorge vor dem dräuenden Unbekannten. So war nämlich das Denken in alten Zeiten. Wenn ich freitags mein Kind vom Kindergarten abholte und es ging ihm nicht gut, habe ich mir Sorgen gemacht, wie der Montag zu managen ist. Ich musste doch vorsorgen, weil der Vater vielleicht zu viel getrunken hatte und nicht für die Kinderbetreuung zur Verfügung stand. Wirre Gedanken aus belastenden Zeiten, die meist nie in der Form real wurden.
Dieses Mal konnte ich die Zeichen anerkennen und offen sein für meinen Genesungsweg. Meine Höhere Macht schickte mir Scharen von Kranichen, die meine Gedanken in ganz andere Richtungen lenkten.
Einen Anruf vom kranken Freund mit der Bitte um einen Besuch im Krankenhaus. Ein unterhaltsames Gespräch mit einem Angehörigen am Abend. Und die Möglichkeit zu guten Gedanken vor dem Einschlafen, die mich immer daran erinnern, dass die große Decke des Trostes nicht von mir ausgebreitet wird. In unserer Literatur steht, denn das ist die Aufgabe der Höheren Macht, wie ich sie verstehe. So kann und darf ich frei und ohne kranke Gedanken mein jetzt gutes Leben leben.
Herausforderungen sind dazu da, einen Lösungsweg zuzulassen.
Danke, Al-Anon und den Menschen, die den Weg mit mir gehen

Ein Kommentar

  1. Christine schrieb:

    Danke für diesen hilfreichen Kommentar – Christine

    Mittwoch, 20. Dezember 2023 um 08 | Permalink
Wir benutzen Cookies, um die Benutzungsfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.