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Tag Archiv: Familienkrankheit

Geduld und was steckt vielleicht dahinter

Eine meiner herausragenden Charaktereigenschaften war und ist auch heute noch manchmal die Ungeduld. Viele Slogans und Beiträge in unserer Al-Anon Literatur zeigen mir, dass ich damit nicht alleine bin. Nur das ändert bei mir nichts. Ich merke, dieser Charakterzug bringt mich nicht weiter. Er macht mich mürbe, stört meinen alltäglichen Ablauf und… die Ergebnisse sind […]

Es ist etwas Wesentliches

Über 35 Jahre lang gab es keinen aktiven Alkoholiker in meinem Leben. Dann kam ich in eine Situation, in der ich Verlust und Treuebruch erlebte, die nichts mit Alkohol zu tun hatten. Das führte dazu, das alles, was ich je an Entscheidungen, Verlusten und Verletzungen erlebt hatte, plötzlich wie Korken auf dem Wasser schwammen.  Ich […]

Tageslektüre

In diesem Jahr habe ich meinen Al Anon Leseschwerpunkt auf unser erstes Tagesspruchbuch „Nur einen Tag nach dem anderen in Al Anon“ gelegt. Dieses Buch war in den Anfangsjahren eine gute Stütze, was auch die äußere Erscheinung verrät. Der Vogel hat den Umschlag zerkaut, es gibt Spuren vom Kaffeetisch, wichtige Passagen sind angemarkert und so […]

Hoffnung – endlich!

Die Erfahrung, nicht mehr alleine zu sein, erlaubte mir, mich mit der Scham und der Schuld auseinanderzusetzen, die mit der Familienkrankheit Alkoholismus in Verbindung steht. Andere Al-Anon Mitglieder waren in der gleichen Situation und kämpften damit – genau wie ich. Das erleichterte mich und half mir, von mir zu erzählen. Indem ich andere um Hilfe […]

Struktur

Je länger die jetzigen Einschränkungen dauern, um so schwerer fällt es mir, nicht in alte Muster zu verfallen. Das tägliche Einerlei wird mir jeden Abend klar, wenn ich in mein Tagebuch schreibe. Manchmal erinnere ich mich nicht mehr, ob ich denn zum Einkaufen war oder nicht. Mit wem habe ich heute telefoniert? War ich heute […]

Abgrenzung

Nach vielen Jahren in Al-Anon habe ich das Gefühl, meine Grenzen gut zu kennen. Nur was passiert, wenn Menschen, die mir nahe stehen, über meine physischen oder mentalen Grenzen treten? In einem unserer Tagesspruch-Bücher steht: „Stöcke und Steine verletzen meine Beine.“ Im Sinne von, ich darf die verbalen Attacken oder die permanent negativen Äußerungen an […]

10 Jahre Al-Anon – was mir geholfen hat

Vor 10 Jahren hielt ich dem Druck nicht mehr stand und wandte mich erneut an den Suchtbeauftragten. Dieser erkannte meine Situation. Ich „musste“ zur Kur. Erst in dieser Zeit vertraute ich mich meiner Schwester und meiner Mutter an. Ich hatte keine Kraft mehr weiter zu lügen. Dass ICH zur Kur kam fand ich ungerecht, weil […]

Face to Face – Von Angesicht zu Angesicht

Donnerstagabend und mein Handy erinnert mich: Al-Anon Meeting, diese Route ist die schnellste, wenig Verkehr. Vor circa einem Jahr besuchte ich mein erstes Al-Anon Meeting. Ich war so aufgeregt und wusste einfach nicht, was auf mich zukommt. Doch dann traf ich dort Menschen, die die gleichen oder ähnlichen Erfahrungen gemacht hatten und mich liebevoll annahmen, […]

Mein Umgang mit Rückfällen

Seit unser Großer 18 Monate ist, hat mein Mann nicht mehr auf dem Badezimmerläufer vor der Toilette übernachtet. Ich erinnere mich an einen Abend mit den Saufkumpanen, von dem er sturzbesoffen heimkam. Er stand mit Blumenstrauß vor der Türe und lallte mich an: “Schatzi, ich habe dir was mitgebracht.” Ich haute ihm in meiner Wut […]

Was kann ich tun, wenn mich das Trinkverhalten einer anderen Person beeinträchtigt?

Ich hatte ein Problem mit dem Trinkverhalten meines Mannes. Ich liebe ihn, aber bin dadurch krank geworden, in „meinem Verhalten“! Ich beobachtete das Trinken, die Menge des Alkohols und war wütend, enttäuscht, fühlte mich hilflos. Fing an zu schimpfen, zu betteln, unsinnige Ultimaten zu stellen, den Alkohol zu suchen und auszugießen. Außenstehenden gegenüber beschönigte, verharmloste, […]

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