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Mein Problem aus dem richtigen Blickwinkel sehen

Abbildung: Mut zur Veränderung (Bestellnummer: 109) Eine Al-Anon Freundin sagt: „Ich neige dazu, meine Erfahrungen mit Alkoholismus wie ein Filmepos in Farbe zu betrachten, ein Monumentalstück, bei dem mein Name hell erleuchtet auf dem Plakat über dem Kinoeingang steht – dabei ist die Wirklichkeit ganz anders! Es ist eher wie Heimkino“. Manchmal machte auch ich mir die übertriebene Vision meiner Freundin zu eigen, wobei natürlich mein Name in Leuchtbuchstaben dastand.

Als ich in die Gemeinschaft kam, hatte ich eine Geschichte zu erzählen, die jede noch so breite Leinwand bis in den letzten Winkel ausfüllte. Ich erzählte und erzählte, bis ich eines Tages erkannte, dass ich mit anderen in einem Raum saß und Heimkino vorführte.

Heute bin ich glücklich darüber, Teil der Vorstellung zu sein, aber meine Rolle ist eine andere. Ich bin jetzt nicht mehr die Märtyrerin, die sich tapfer der kalten grausamen Welt des Melodrams opfert. Jetzt herrscht der Realismus. Meine Rolle ist wichtig, aber nicht einzigartig und ich erwarte nicht mehr, sie in Leuchtschrift zu sehen.

Überlegung für Heute
Dank Al-Anon habe ich die Gelegenheit, mein „Heimkino“ mit anderen zu teilen. Meine Lage ist nicht die beste, aber auch nicht die schlechteste. Obwohl ich in vieler Hinsicht einzigartig bin, bin ich anderen ähnlicher, als ich vermutet habe. Heute will ich dieses Gemeinsamkeitsgefühl besonders schätzen.

„…In dem Maße, wie wir lernen, unser Problem aus dem richtigen Blickwinkel heraus zu sehen, verliert es die Macht, unsere Gedanken und unser Leben zu beherrschen“.

Vorgeschlagene Al-Anon Begrüßung

Quelle: Mut zur Veränderung – 24. September – Seite 268

„Mut zur Veränderung“ ODAT II (Bestell-Nr. 109)
Al-Anon Familiengruppen – Zentrales Dienstbüro
www.al-anon.de

Al-Anon hilft 1.Teil

Foto abgesägter BaumstammAl-Anon hilft mir seit fast 22 Jahren. Wie tut es das?

Anfangs ging ich in Meetings, hörte zu und teilte. Es tat so gut! Das erste Mal in meinem Leben war ich nicht mehr allein und fühlte mich verstanden, akzeptiert, gesehen und gehört. Meine Hoffnung begann zu wachsen.
Im „Courage to Change“ (“Mut zur Veränderung“) las ich nur die Zitate von berühmten Leuten, mehr war erstmal nicht drin. Zu viel des Guten konnte ich nicht ertragen.
Nach einem Umzug in eine andere Stadt ließ ich die Meetings und Literatur zeitweise links liegen, denn ich hatte wichtigere Sachen zu tun. Irgendwann kam ich zurück, es ging mir nicht gut. Ich ging sporadisch in Meetings, die Leute dort beklagten sich viel, ich fühlte mich nicht immer besser, aber die Meetings waren nicht zu weit weg von meiner Wohnung.
Irgendwann ging ich in ein Meeting, wo die Leute positiver und glücklicher waren. Obwohl es weiter weg war, begann ich, Dienste zu machen, d.h. verbindlich zu sein und Kaffee zu kochen. Kaffee kochen konnte ich (und hatte trotzdem Angst, es nicht gut genug zu können), aber verbindlich sein? Ich kam aus einer Familie, in der es mal Hü, mal Hott ging. Die Idee der Verbindlichkeit kam einem Gefängnis gleich. Aber ich blieb und diente. Und begann langsam aber sicher zu genesen. Ich besuchte unterschiedliche Meetings, in der die Schritte und Traditionen behandelt wurden.

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Um Führung bitten und kleine Schritte machen

Abbildung: Mut zur Veränderung (Bestellnummer: 109) Ehe ich zu Al-Anon kam, hatte ich mir ein Leben voller Träume und Versprechungen zurecht gezimmert, die auf einen ganz bestimmten Zeitpunkt ausgerichtet waren, nämlich „irgendwann“. Irgendwann will ich diese oder jene Sache in Angriff nehmen – oder abschließen. Irgendwann werde ich diese Freundin anrufen, zu der ich keinen Kontakt mehr habe. Irgendwann werde ich ihnen meine Gefühle zeigen. Irgendwann werde ich glücklich sein, diese Reise unternehmen, diese Stelle antreten, sagen was ich denke… Irgendwann. Abwarten und mal sehen.

Abwarten – so wie ich auf den Alkoholiker gewartet habe, dass er von einer Sauftour nach Hause kommt. Oder auf eine Eingebung, wie ich mir interessante Freunde ins Haus hole und wie mir Aufstiegschancen im Beruf zufliegen, oder darauf, dass alle anderen sich ändern. Al-Anon hat mir jedoch gezeigt, dass heute das „Irgendwann“ sein kann, das ich mir immer gewünscht habe. 24 Stunden sind zu wenig für das, was ich alles tun wollte, aber sie bieten genug Zeit, um mit der Verwirklichung meiner Träume zu beginnen. Wenn ich meine Höhere Macht um Führung bitte und kleine Schritte in die Richtung mache, die ich für mich ausgesucht habe, bringe ich mehr zustande, als ich je für möglich gehalten habe.

Überlegung für Heute
Heute will ich nicht auf einen blauen Mond, auf einen Regentag, oder auf den 366. Tag des Jahres warten. So wenig wie auf „irgendwann“, um Gutes in meinem Leben zu vollbringen.

„Jede Unentschlossenheit hat ihren eigenen Aufschub im Gefolge, und es werden Tage damit vergeudet, über verlorene Tage zu lamentieren… Was immer du tun kannst oder denkst, tun zu können – fang´ an! Denn in Kühnheit sind Magie, Kraft und Genius vereint.“

Goethe

Quelle: Mut zur Veränderung – 3. September – Seite 247

„Mut zur Veränderung“ ODAT II (Bestell-Nr. 109)
Al-Anon Familiengruppen – Zentrales Dienstbüro
www.al-anon.de

Ein erfülltes Leben ist möglich

Foto:Baumstumpf mit kleiner KieferAls ich heute morgen mal wieder die Ruhe und den Frieden unseres kleinen Gärtchens genoss, fühlte ich die Anwesenheit der Höheren Macht sehr stark. Ich habe zwei turbulente Jahre hinter mir, die mir in vielerlei Hinsicht gezeigt haben, dass sich was verändert. Körperliche Einschränkungen haben mich sehr oft an meine Grenzen in einem sonst immer sehr aktiven Leben gebracht.

Seelisch kann ich auch nicht mehr so einfach die Ereignisse vom Tisch fegen. Sei es die Krankheit der Nachbarin oder auch der Lebensstil meiner nächsten Angehörigen oder Ereignisse, die mich verletzen und aus dem Tritt bringen. Trotzdem stehe ich jeden Morgen gerne auf und freue mich auf den kommenden Tag und kann abends entspannt und ruhig schlafen. Es hat sich was verändert.
Bis vor kurzem haben ich noch gesagt: „Ich werde halt alt!“ Nun kann ich ohne Zögern sagen: „Ich bin alt.“ Das ist ein großer Unterschied, denn für mich zeigt sich auch in dieser Haltung die Akzeptanz des Hier und Jetzt und was ich durch Al-Anon lernen durfte.

Das Annehmen der Machtlosigkeit aus dem Ersten Schritt. Das Aufbauen von Vertrauen in eine Macht viel größer als ich durch die Schritte Zwei und Drei. Die Schritte Vier und Fünf brauche ich zum Aufräumen und die Schritte Sechs bis Neun um bereit zu werden, auf Basis dieser Erkenntnis die kranken Verhaltensweisen loszulassen und das neu gewonnene Leben zu pflegen. Und dieses immer mit der Gewissheit, ich muss es nicht alleine bewältigen. Meine Höhere Macht ist immer da und sie zeigt mir den Weg, so ich sie denn auch lasse. Die Schritte Zehn bis Zwölf erlauben mir, all das Gelernte zu vertiefen und es in kleinen Portionen weiterzugeben.

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In all´ meinen Angelegenheiten

Foto eines Autos…versuche ich, mich nach den Grundsätzen unseres „Genesungs-“ Programms zu richten. Heute, nach einiger Zeit in Al-Anon gelingt mir das tatsächlich öfter und manchmal ist sie wirklich plötzlich da, die Gelassenheit. Und das in Situationen, die früher Panik in mir auslösen und mich fast handlungsunfähig machen konnten.
Während einer Fahrt auf der Autobahn ertönte plötzlich ein akustisches Signal und die Lampe „Tür offen“ blinkte, obwohl alle Türen sichtbar geschlossen waren. Früher hätte ich panisch und ohne nachzudenken sofort auf dem Seitenstreifen angehalten usw. Jetzt war ich in der Lage, den Slogan „Denke!“ anzuwenden und eine sichere Möglichkeit des Anhaltens zu finden. Kurz kam der Gedanke, dass natürlich nur die Werkstatt schuld sein konnte, da das Auto eben erst zur Inspektion war. Tatsächlich hatte aber ein nicht ausreichend gesichertes Gepäckstück die hintere Beifahrertür entriegelt…also, Realität anerkennen und Verantwortung übernehmen.
Das waren in meiner alkoholkranken Herkunftsfamilie Fremdworte. Immer waren „die Anderen“ schuld oder es wurde einfach geleugnet. Meine Fahrt ging noch weiter und auf einem Rastplatz ließ sich das Auto plötzlich nicht mehr verriegeln…wieder kurz das Spiel von vorhin, leichte Unruhe und Sorge in mir, doch die „unfähige“ Werkstatt usw.

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Jedes versäumte Meeting tut mir leid

Foto einer rosa BlüteDurch Al-Anon hat sich mein Leben vollständig verändert. Und es hat sich zum Guten verändert. Aber das war nicht immer gleich zu erkennen, sondern es hat sich oft erst nach langer Zeit herausgestellt.
Auf einer Seereise, lernte ich meinen späteren Mann kennen, der an Bord arbeitete. Mir fiel damals auf, dass auf einem Schiff sehr viel Alkohol fließt, der in Mengen und steuerfrei besonders günstig zu bekommen war. Davon „profitierten“ die Passagiere und ein großer Teil der Besatzung. Leider kam es damals auch zu unschönen Szenen an Bord. Aber die Reise war schön und ich sah damals nicht, dass mein späterer Mann bei jeder Gelegenheiteine Bierflasche oder Stärkeres in Händen hielt.
Die Verbindung hielt und ich zog zu ihm in den Norden. Ich kam aus einem Elternhaus, in dem Alkohol nie eine Rolle spielte und dadurch kein Thema war. Im Zusammenleben mit meinem Freund wurde mir trotzdem schnell bewusst, dass er einfach zu oft und manchmal auch zu viel trank. Leider war ich damals der Meinung, dass es mir als Schwäche und Dummheit ausgelegt würde – vor allem von meinen Eltern, die mich schon eindringlich gewarnt hatten, ohne das Wort Alkohol beim Namen zu nennen – wenn ich unsere Beziehung bald wieder beenden würde.
Außerdem war mein Leben im Norden schon interessanter geworden, ich lernte viele Menschen kennen, in meinem Beruf war ich anerkannt, und auch mein Freund hatte nicht nur schlechte Tage. Zwei Jahre später heirateten wir, eineinhalb Jahre später kam unsere Tochter zur Welt und wir zogen wieder in den Süden.
Mein Mann fuhr wieder zur See, um sein Schiffspatent zu vervollständigen und in den Urlaubszeiten waren wir ja eigentlich eine glückliche Familie – abgesehen von wenigen alkoholbedingten Ausfällen meines Mannes. Zweieinhalb Jahre später wurde unser Sohn geboren, wir bauten ein Haus im Garten meiner Eltern und mein Mann verließ die Schifffahrt und machte seinen Kraftfahrzeugmeister.

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Den inneren Motor bremsen

Foto eines StoppschildsHeute war es mal wieder da, das Gefühl von: „sich zerreißen zu müssen“. Wer kennt das nicht?Zu Zeiten mit dem trinkenden Partner habe ich versucht gegen diese Zeichen “anzuagieren”. Der Körper sagte: „Stopp“ in Form von Erschöpfung und gesundheitlichen Ausfällen, aber der Motor lief weiter auf Hochtouren, denn es musste ja weitergehen. Frau Doktor wird es schon richten. Ein paar Pillen und die Maschine lief wieder.

Nach meinem absoluten Tiefpunkt, den keine Pillen mehr überwinden konnten, schlug ich den Weg von Al-Anon ein. Meetings, Sponsorschaft, Literatur und viele Gespräche haben mich sensibler oder besser, empfänglicher für die Signale des Körpers gemacht. Manchmal dauert es noch ein bisschen, die Grenzen zu akzeptieren. Und so, wie ich es heute erlebt habe, schlägt die alte Geschwindigkeit manchmal doch wieder voll durch. Das Machen-Müssen war wieder in mir.

Eigentlich ist der Samstag mein Tag für den Sport. Yoga für Körper und Seele stehen auf dem Programm. Heute war es dann zusätzlich die positive Verpflichtung für eine Selbsthilfeveranstaltung. Was tun? Natürlich schnell zum Yoga und dann noch schneller ins Auto und ab zur Veranstaltung.

Halt!!!!!
Was habe ich gelernt? Das Wichtigste zuerst. Was nützt mir mein Yoga, wenn ich mit dem Kopf bei den Freunden bin, denen ich versprochen habe, zu diesem wichtigen Ereignis zu kommen? Also erst einmal ausatmen und in mich reinhören. Herzklopfen und Schweißausbrüche. Diese Zeichen sind ganz klar, beides erledigen geht nicht. Also, den Stress verkleinern und eine Entscheidung treffen. Gemächlich zu Fuß zur U-Bahn und anschließend entspannt zu Fuß zu der Veranstaltung, damit war der Bewegungsteil schon ein bisschen abgedeckt. Zusammen mit den Freunden die Veranstaltung vorbereiten und gemeinsam erleben, dass wir durch Anziehung statt durch Anpreisung Menschen auf uns aufmerksam machen können. Was ein erfüllter Tag für Körper und Seele. Für mich ist klar, das kann ich nur, wenn ich versuche, mein Leben nach den Prinzipien des Al-Anon Programms auszurichten. Dafür brauche ich viel Geduld mit mir selbst und das einen Tag nach dem anderen.
Schön, dass es die Gemeinschaft gibt. Eine Angehörige

Kleinste Schritte Richtung Genesung

Foto von einer BlüteAls ich vor einigen Monaten zu Al-Anon kam, hatte ich keine Vorstellung davon, dass ich einmal beginnen würde, Gelassenheit zu genießen.
Während meiner ersten Wochen, in denen ich Meetings besuchte, war ich erschöpft, völlig kaputt und ängstlich. Doch ich hörte jedes Mal die Botschaft „Komm wieder!“ In Gruppen zu sprechen ist mir äußerst peinlich, deshalb kämpfte ich sehr damit. Auf der anderen Seite verurteilte ich mich auch dafür, nichts zu teilen. Jemand sagte dann zu mir, in Al-Anon gäbe es kein „Muss“; ich könne ein paar Worte sagen oder einfach weitergeben und es ist okay. Mittlerweile gehe ich meinen Weg zur Genesung in kleinsten Schritten. Ich kann dem Sprecher danken und mit der Hoffnung zuhören, dass auch für mich der Zeitpunkt kommt, an dem ich in der Lage sein werde, Erfahrung, Kraft und Hoffnung aus meinem eigenen Herzen zu teilen.
Ich bin Al-Anon für immer dankbar, dass es ein Programm des Fortschritts, nicht der Perfektion ist.
 

Aus: The Forum, June 2019, von Karin W., California
Gedruckt/veröffentlicht mit der Genehmigung von The Forum, Al-Anon Familiengruppen Hdqts., Inc., Virginia Beach

Rotweinwurst

Foto mit Wurst auf einem Teller…oder wie ich, in jeder Hinsicht anonym, mit einer Angehörigen sprach.
Im Herbst 2018 war ich auf einem Erzeugermarkt in der Stadt. An einem Metzgereistand mit Wurstwaren kaufte ich Dauerwurst für meine Familie, die, außer aus mir, der Ehefrau und Mutter, aus meinem Mann und zwei Jungen, zu jenem Zeitpunkt 14 und 10 Jahre alt, besteht. Zum Abschluss legte die Metzgereimitarbeiterin eine kleine Probierwurst obendrauf und erklärte, es sei ihre neueste Kreation, eine Rotweinwurst. Sie sei aber nichts für trockene Alkoholiker.

Ich dachte: Wir sprechen dieselbe Sprache, die von A.A. und Al-Anon. Daher kenne ich den Ausdruck “trockener Alkoholiker”. Mein Mann ist betroffen. Warum sprach sie mit mir? Oder war das Gott? Ich fühlte mich aufgehoben. Es war wie ein kleines Meeting. Ich sagte: Gut, dass Sie das sagen, und ich erzählte, dass ich den Ausdruck kannte. Sie, eine völlig Fremde und doch Vertraute, erzählte von ihrem alkoholkranken Mann. Er ginge seit fünf Jahren zu A.A. Ich erzählte ihr von Al-Anon. Da erzählte ich ihr nichts Neues. Wir tauschten uns intensiv aus in der Kürze, bis der nächste Kunde, die nächste Kundin bedient werden wollte. Ich ging gehobenen Herzens wieder zur Arbeit und aß in der Mittagspause die Rotweinwurst auf.
Angelika

 

Meine Gefühle spürte ich kaum noch

Foto ParkwegIch bin eine Al-Anon, mein Mann war Alkoholiker -!
Nachdem die Ärzte des Krankenhauses sich allein auf die rein medizinische Abklärung beschränkten, suchte ich verzweifelt Hilfe. Und ich fand sie durch den Hausarzt, der eine „Beratungsstelle“ empfahl.
Diese war ein A.A. Meeting, neben dem gleichzeitig auch ein Al-Anon Meeting abgehalten wurde. Nach dem Verlesen der Präambel erlebte ich mein erstes Meeting. „Ich bin nicht Schuld am Trinken meines Mannes“ – „Helfen durch Nicht-Helfen“ – „Dass eine veränderte Einstellung die Genesung fördern kann“ – dies und vieles mehr saugte ich auf wie ein Schwamm. Vor allem die liebevolle Aufnahme der Gruppe tat meiner gequälten Seele gut. Ich öffnete mein Herz und es linderten sich meine Schmerzen.Heute weiß ich, dass ich damals noch nicht empfinden konnte wie wütend, ärgerlich, traurig, verzweifelt, enttäuscht und verwirrt ich wirklich war. Meine Gefühle spürte ich noch kaum. Eines allerdings wusste ich: ich komme wieder.Hier bin ich nicht mehr allein in meinem Dilemma, und ich begann, über meine Empfindungen zum Verhalten meines Mannes zu reden. An diesen Tischen sitzen Menschen, die das verstehen und Erfahrung, Kraft und somit Hoffnung lebendig vermitteln, die mir Trost geben.Vom Kopf her konnte ich das Zwölf-Schritte- Programm schnell erfassen. Ins täglichen Leben umsetzen konnte ich es in nur kleinen Schritten – kleine Brötchen backen: Nein oder Ja zu sagen, wenn ich das meine und konsequent zu bleiben. Die Verantwortung für „Seines!“ ihm zu überlassen. Nach vier Jahren hörte ich in einem offenen A.A.-Meeting im Ersten Schritt: „…und mein Leben nicht mehr meistern konnte“ und erkannte erst da seine Bedeutung.
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