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Ich bleib` dran

Foto eines GebäudesAuch nach einiger Zeit in Al-Anon bleibt es für mich eine Aufgabe, mich immer wieder radikal FÜR ein verantwortungsvolles Leben zu entscheiden. Gegen das Dunkle, das Liegenbleiben am Morgen und das Verharren in einer Opferrolle. Mich im Kontakt zu einer Höheren Macht, wie ich sie verstehe, zu üben, ist ein wichtiger Baustein für meinen gesünderen Weg. Besonders auch das Lesen und Arbeiten in unserer Literatur. Gerade heute habe ich wieder eine ansprechende Beschreibung für das Wie könnte das gehen? gefunden. In Wege zur Genesung auf Seite 121 steht folgendes: „Wie wissen wir, was Gottes Wille ist? Das ist leicht – steh` einfach jeden Tag auf, bleib` in Bewegung, und wenn du auf eine Wand triffst, biege links ab!“
Einfach? …und ich dachte natürlich sofort, da fehlt das mir vertraute „muss“, das gewohnte Komplizierte und Zwanghafte…klar, in meiner Lebensgeschichte gab es nur dieses Muster. In meiner Kindheit, mit einem Vater, der regelmäßig Alkohol konsumierte, und einer Mutter, die versuchte, 24 Stunden perfekt zu funktionieren gab es nur diesen „Müssen-Modus“. Ohne Atempause.
Nach einer Verschnaufpause zu Beginn meines Studiums und dem Versuch, alleine zu leben, wiederholte ich unbewusst genau diese Muster. Ich hatte nicht gelernt, mich selbst zu lieben, zu spüren und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Meine einzige Existenzberechtigung schien das Sorgen und Kümmern um andere zu sein. Somit heiratete ich einen attraktiven, kreativen Mann – wissend, dass er gerne und häufig trank. Wir bekamen zwei wundervolle Kinder und ich funktionierte täglich 24 Stunden lang. Das kannte und konnte ich gut. Das Karussell der Dramen drehte sich bereits und wurde schneller. Wir zogen häufig um, der Alkoholkonsum meines Mannes steigerte sich, der Schuldenberg wuchs, wir stritten häufig. Trotzdem schafften wir uns noch Hund und Katze an, das ist ja wichtig für die Kinder. Viele Jahre lang stand ich wie eine Maschine auf, blieb mechanisch in Bewegung, ignorierte jede Wand und spürte nicht einmal, wie ich immer wieder dagegen rannte. Die Kinder und ich hatten häufig Infekte und unser Hausarzt schickte uns zur Mutter-Kind-Kur. …weiterlesen …

Selbsterkenntnis

Abbildung: Mut zur Veränderung (Bestellnummer: 109)Ehe ich zu Al-Anon fand, benutzte ich oft die Probleme anderer Leute als Entschuldigung, um mich nicht um meine eigenen Verpflichtungen kümmern zu müssen. Ich genoss die dramatischen Krisen anderer und ließ keine Gelegenheit aus, darüber zu sprechen. Mein eigenes Leben kam mir immer bedeutungsloser vor, und meine Probleme hielt ich für belanglos.

Daher hatte ich große Schwierigkeiten, mich auf mich selbst zu konzentrieren, als ich zu Al-Anon kam. In den Meetings wollte ich über den Alkoholiker sprechen, aber es schien niemanden zu interessieren. Alle fragten immer nur nach mir – wie ich mich fühlte, was ich tat, was ich wollte.

Ich fand heraus, dass ich übertrieben an anderen interessiert war, weil ich eine so geringe Meinung von mir selbst hatte. Dank meines Sponsors konnte ich erkennen, dass ich mir selbst schadete, wenn ich mich so verhielt, als sei das Leben anderer wichtiger als mein eigenes. Damit musste Schluss sein, wenn ich lernen wollte, meine eigenen Erfahrungen richtig zu bewerten. Mich auf mich selbst zu konzentrieren, war der erste Schritt zur Selbstachtung. Das musste ich üben, aber mit der Unterstützung in den Meetings gelang es mir immer besser. Ich lernte, über mich selbst zu sprechen, und meine Gefühle, meine Erfolge und meine Belange als wertvoll und wichtig anzusehen.

Überlegung für Heute
Wenn ich heute versucht bin, zu klatschen oder aus dem Leben eines anderen ein Drama zu machen, will ich mich selbst fragen: „Was ist los mit mir?“

„Wir sprechen über unseren Anteil an unseren Problemen und wie wir unsere Einstellung und unser Tun dadurch ändern, dass wir das Al-Anon Programm in unserem Leben anwenden.“

Hier spricht Al-Anon

Quelle: Mut zur Veränderung – 25. Januar – Seite 25

„Mut zur Veränderung“ ODAT II (Bestell-Nr. 109)

Al-Anon Familiengruppen – Zentrales Dienstbüro
www.al-anon.de

Schweigen ist Gift

Foto vom StrandUnsere Kinder, alt genug, wohnten nicht mehr zu Hause und mit ihm wurde es immer schlimmer. Abends kam er meist nicht nach Hause, erst gegen 01:00 oder 02:00 Uhr morgens, schlief ca. 3 Stunden und um 05:00 Uhr stand er auf und fuhr mit dem Bus zur Arbeit.
Ich spionierte ihm nach und auch in seinen Unterlagen und musste mit Erschrecken feststellen, dass er sich seine Kneipengänge durch Kredite finanzierte.Die Wochenenden verliefen immer gleich: Ich wollte reden – ich musste reden – ich forderte ihn auf mit mir zu reden – irgendetwas in mir sagte – ich muss was klären! Aber WAS? Es wurde nichts geklärt. Ich weinte und wollte ein nettes Wort von ihm – eine liebevolle Geste haben – es kam nichts. Ich weinte, ich brüllte, ich tobte, ich war so verzweifelt. Er sagte mir nur, so würde ich bei ihm nichts erreichen, er ließe sich nicht erpressen. Jedes Wochenende das gleiche Spiel, bestimmt über 10 lange Jahre.
Ein Arbeitskollege von ihm hatte uns zur Silvesterfeier ins Vereinsheim eingeladen. Es war eine schöne Feier, die Leute mochte ich, wir verbrachten von da ab viele Wochenenden an diesem Ort. Mir wurde nur immer bewusster, dass er so viele Runden ausgab, die anderen kamen mit dem Trinken gar nicht nach – und ich musste doch sooo sparen. Er gab das Geld in vollen Zügen aus. Er war der King. Ich fing an ihn zu hassen und wieder diese innere Stimme „Ich muss was klären!“ Wieder wollte ich etwas mit ihm klären, doch diesmal gebrauchte er seine stärkste Waffe, er redete nicht mehr mit mir. Erst einen Tag, dann zwei, es wurde eine Woche daraus, dann zwei, es wurde ein ganzer Monat. I C H  K O N N T E  N I C H T  M E H R ! Ich war am Ende. Mittlerweile waren wir 34 Jahre verheiratet, ICH brauchte Hilfe und dann habe ich endlich den Weg zu Al-Anon gefunden.

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Es ist meine Entscheidung

Abbildung: Mut zur Veränderung (Bestellnummer: 109)Unangenehme Dinge, die andere Menschen sagen oder tun, haben keine Macht, meinen Seelenfrieden zu stören oder meinen Tag kaputt zu machen, es sei denn, ich lasse es zu. Gestatte ich mir, auf die Worte zu antworten, die ein Kranker ausgesprochen hat, als seien sie die absolute Wahrheit? Ziehe ich etwa Nutzen daraus, wenn ich mich demütigen lasse?

Manchmal denke ich darüber nach. Lange Zeit spielte ich die Rolle eines Märtyrers. Mein Leiden brachte mir eine Menge Aufmerksamkeit und Mitleid. Ich gewöhnte mich daran, anderen die Schuld für meine Probleme zu geben und vermied es, die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Mit anderen Worten, ich habe den Verdacht, dass ich sehr wohl einen Nutzen aus meinem Leid gezogen habe. Aber solcher Nutzen ist seinen Preis jetzt nicht mehr wert.

Heute finde ich mit Hilfe meiner Höheren Macht und dem Al-Anon Programm heraus, wer ich wirklich bin. In mir steckt ein wertvoller Mensch, der es nicht nötig hat, das Leiden zum Zentrum seiner Identität zu machen. Ich lerne, diesen Menschen sich entfalten zu lassen, anstatt ihn unter einem Mantel des Leidens zu verstecken. Ich möchte die großartigen Möglichkeiten nicht mehr missen, die mir offenstehen, um zu leben, zu wachsen und Freude zu haben.

Überlegung für Heute
Es gibt in diesem Leben so viel Schönes. Ich will keinen Augenblick mehr darauf verschwenden, mir selbst leid zu tun.

„…Der größere Anteil unseres Glücks oder Unglücks hängt von unserer Veranlagung und nicht von unseren Lebensumständen ab.“

Martha Washington

Quelle: Mut zur Veränderung – 30. Dezember – Seite 365

“Mut zur Veränderung” ODAT II (Bestell-Nr. 109)
Al-Anon Familiengruppen – Zentrales Dienstbüro
www.al-anon.de

Muss ich mich wirklich für andere Menschen schämen?

FotografieUnser letzter Urlaub hat mir einmal mehr gezeigt, wie krank ich war. Und es ist gut, diese Erkenntnis – es war so – als Wirklichkeit anzunehmen. Die Erlebnisse und Eindrücke unseres letzten Urlaubs haben mir gezeigt, wie sehr ich schon genesen durfte.
Unser ausgewähltes Hotel hat neben gutem Service auch einen sehr guten kulinarischen Ruf. Leider geht dieser teilweise mit dem großzügigen Gebrauch von Alkohol in der Küche einher. Leckeres Buffet mit Köstlichem vom Bier, Dinner-Abend mit Wein und Fein……. Früher hatte ich in solchen Fällen immer den Drang, das für meinen Partner regeln zu müssen. Die Zeiten sind vorbei. Ich muss nicht einmal daran denken, ob er jetzt fragt oder nicht. Und noch etwas fiel mir auf. Auf seine Nachfragen ob Alkohol in der Suppe, der Soße oder dem Nachtisch ist, wurde nicht darauf verwiesen, dass der doch verkocht sei oder nur ein bisschen oder oder. Nein, man bot ihm ohne großes Trara Alternativen an. Spaßig für mich war ein Abend mit alkoholisiertem Nachtisch, den ich auch ohne eingelegte Pflaumen bekam. Ich fragte nach der Beilage und die Bedienung sagte für alle gut zu vernehmen: “Ach, sie wollen das mit den Alkoholpflaumen.” Früher wäre ich vor Scham im Boden versunken. Muss ich nicht, denn keiner muss sich schämen, wenn der Partner keine Milch, keine Früchte oder Nüsse verträgt. Alkoholismus betrifft zwar die gesamte Familie, aber nur so lange ich das nicht als eine Krankheit anerkannt habe. Was diese Krankheit mit mir gemacht hat und was ich für mich bearbeiten muss, liegt nur
in meiner Verantwortung. Das durfte und darf ich in unserer Al-Anon Gemeinschaft lernen.
Genauso wie der Umgang mit dem Alkohol nur in der Verantwortung des Alkoholikers liegt. Was eine Erleichterung nur mein Leben meistern zu müssen.
Eine sehr erholte Angehörige

Verletzte Menschen verletzen Menschen

Foto Diesen Satz las ich vor einiger Zeit in unserem Buch ” Vom Überleben zur Genesung”. Im Zusammenhang mit der Familienkrankheit Alkoholismus war mein erster Gedanke an die Gewalttätigkeiten in meiner Herkunftsfamilie. Die Ohrfeigen und Prügeleien gegen meine Geschwister und mich, die verbalen Verletzungen und Machtkämpfe. Aber, bei uns wurde doch gar nicht getrunken.
Nein, nur erzählte mein Vater immer wieder gerne, dass sein Vater berauscht die gesamte Familie aufgemischt hatte, den Job und die Wohnung durch seine Alkoholexzesse und anschließenden Prügeleien verloren hatte. Er sprach davon wie der Vorleser aus dem Drehbuch einer schlechten Komödie. Wir fanden das lustig, nur, die Ausraster ohne einen Tropfen Alkohol verletzten uns tief.
Die Familienkrankheit Alkoholismus hatte eine Generation übersprungen. Die Auswirkung auf uns Kinder war ähnlich. Verunsicherung, Rebellion,
Unaufrichtigkeit und Konkurrenzgehabe. Wir alle nahmen dieses Erbe mit in unser erwachsenes Leben.
Als Einzige hatte ich die Gnade den Kreislauf mit Hilfe von Al-Anon zu unterbrechen. Ich habe angefangen mich auf mich selbst zu konzentrieren, wie
es in diesem Buch beschrieben wird. Und es ist tatsächlich etwas passiert, was gleich im nächsten Satz steht. Heute fühle ich mich frei und glücklich und finde meine Zufriedenheit auch ohne das Zutun anderer Menschen. Wenn ich etwas tue, tut sich was für mich. Das ist übrigens auch eine Broschüre, die ich sehr hilfreich finde.
Margaret, ich gehöre zu Al-Anon

50 Jahre Al-Anon in Berlin

Foto Gasluftballons An einem warmen Sonntagnachmittag mache ich mich mit meinen Kids und einer Al-Anon Freundin auf den Weg zu einer Al-Anon Veranstaltung. Diese findet unter freiem Himmel aus Anlass des 50-jährigen Al-Anon Jubiläums in Berlin statt. Die zufällig vorbeikommenden Menschen sollen Al-Anon am Logo erkennen und einige ungewöhnliche Ideen informieren über unser Programm. Auf dem weitläufigen Tempelhofer Feld (dem ehemaligen Flughafen) suchen wir. Auf der Einladung sind neben einem Satellitenbild auch die Geodaten angegeben, um den Ort zu finden. Auch ungewöhnlich! Ich nutze mein Handy. Das Wetter ist super und überall sind fröhliche Menschen, die die Freiheit im Freien genießen. Unsere kleine lustige Gruppe hat den Punkt erreicht. Aber kein Al-Anon Mitglied ist da, kein Al-Anon Schild… Also schauen wir uns nach bekannten Gesichtern aus Berliner Gruppen um. Nichts. Aber da hinten ist eine Gruppe. Als wir näherkommen, sehe ich doch ein, zwei Gesichter aus Berliner Meetings, die mir bekannt vorkommen, und ein Al-Anon Logo. Angekommen.
Während wir unsere Beigaben zum reichhaltigen Picknick platzieren und unsere Decke ausbreiten, finden sich weitere fast ausschließlich junge (und jüngste – Babys, Kleinkinder, Kinder) Al-Anon Mitglieder aus Berlin zusammen, die ich fast alle noch nie gesehen habe. Es erfüllt mich mit Freude, dass unsere Gemeinschaft hier so lebendig ist und ca. 50 Al-Anon Mitglieder und Interessierte erscheinen. Es füllt auch meinen Bauch mit vielen Leckereien und Genüssen. Freudig erfüllt.

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Mir und anderen glauben

Foto vom ZiergrasMeine Familie lebte mit dem Grundsatz: was hier passiert, geht keinen draußen etwas an. Alle bewunderten unsere Familie mit dem fleißigen Vater, der vielbeschäftigten Mutter und den drei wohlgeratenen Töchtern. Was an Gewalt, Ungerechtigkeit und Härte innerhalb der vier Wände zwischen allen Beteiligten ausgetauscht wurde, war das große Familiengeheimnis. Viele Vorkommnisse hatte ich so gut in mir vergraben, dass ich eine meiner Schwestern immer wieder fragen musste, ob es real oder in meiner Phantasie so gewesen war. Sie ist fast sieben Jahre älter und dieser Austausch war irgendwann sehr heilsam für uns beide.
Die Erkenntnisse alleine brachten mich nicht davon ab, dieses Muster dann in der Ehe mit dem Alkoholiker selber zu leben. Erst mit Hilfe von Al-Anon und der Inventur im Vierten Schritt konnte ich ohne Verifizierung durch andere auf mein Leben blicken. Jetzt musste ich feststellen, dass ich häufig nicht nur mir nicht glaubte, sondern auch sehr schlecht annehmen konnte, was andere Menschen mir rückmeldeten. Sowohl die positiven als auch die negativen Aussagen brachten mich immer in eine Situation, Positives klein zu machen und Negatives schön zu reden oder abzustreiten. Mit viel Übung habe ich heute gelernt, dass mir kein Zacken aus der Krone fällt, wenn ich einen Fehler zugebe und mich bemühe, es beim nächsten Mal besser zu machen.

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Mein innerer Frieden kam zurück

Foto, Meer mit dunklen WolkenAls Ehefrau eines aktiven Alkoholikers bin ich unzählige Male von splitterndem Glas, Schreien im Nebenzimmer oder nächtlichen Übergriffen wach geworden. Solche Dinge passieren meist um drei oder vier Uhr nachts, und ich reagierte jedesmal selbst mit Geschrei – meist waren es Drohungen oder Beleidigungen. Danach stürmte ich zur Haustür hinaus, sicher, dass meine giftige Reaktion das einzig Richtige wäre. Aber all das stellte nur sicher, dass auch ich wach bleiben würde und am nächsten Tag übermüdet war. Meine Lösung war ein Schild auf meinem Nachtisch, auf dem stand: „Wenn der Alkoholiker trinkt, ist er nicht mehr er selbst. Ich verschwende meinen Atem und zerstöre meine Gelassenheit, weil ich dann nicht mit ihm, sondern mit der Flasche spreche.“ Diese Strategie funktioniert meistens, auch wenn ich manchmal in altes Verhalten zurückfalle. Aber das erinnert mich nur daran, dass das Programm „Fortschritt statt Perfektion“ empfiehlt.
Aus: The Forum, June 2018, S. 12-13 von Karlyn P.. Florida
Gedruckt/Veröffentlicht mit der Erlaubnis von The Forum, Al-Anon Familiengruppen Hdqts., Inc., Virginia Beach

Familienfeier

Foto von einen DruckGerade bin ich zurück von einem Familienfest. Schöne Feier? Ja, aber…. Ich bin erschöpft und weiß auch warum. Viele Situationen haben mich gefordert, alle meine Werkzeuge parat zu halten. Ich war gut gewappnet, hatte als Einstieg eine entspannte Geburtstagsfeier bei einer lieben Freundin aus der Gemeinschaft und fuhr von dort weiter zur Familie.
Erstes Übungsfeld war meine Planung, nach der Zugfahrt eigenständig zu meiner Schwester fahren. – Ich brauche keinen Shuttle, die Anschlussfahrt ist im Ticket drin. Ich muss nur ein bisschen auf den Bus warten. – Ja, aber…… wir sind doch schneller da und das ist auch bequemer…..
Gut gemeint, aber das Ergebnis war, dass mein Fahrer noch schnell beim Bäcker vorbeifahren musste, um die Festtagstorte zu holen, weil der Bäcker ja gleich zu macht. In der Hektik, vergaß er den Auftrag, auch noch die Brötchen für das Wochenende mitzubringen. Also, nochmal los. – Loslassen und Gott überlassen -.
Nächste Übung hing mit meinem Versprechen zusammen, uns einen Kuchen zu backen. Ich stand in der Küche und meine Schwester konnte sich nicht entspannen und mich einfach machen lassen. – Ich wiege aber immer zu. – – Lass es mich auf meine Art machen. – – Ja, aber …… ich mache es immer so. – – Gott, gebe mir die Gelassenheit – So ging es weiter bis zum nächsten Tag mit unnötigem Hin- und Herfahren, Kontrolle, gut gemeinten Ratschlägen und kräftezehrender Einmischerei.
– Aufgaben werden nur einmal verteilt. Zehnter Dienstgrundsatz.-

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