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Hoffnung – endlich!

Foto blaue BlumeDie Erfahrung, nicht mehr alleine zu sein, erlaubte mir, mich mit der Scham und der Schuld auseinanderzusetzen, die mit der Familienkrankheit Alkoholismus in Verbindung steht.

Andere Al-Anon Mitglieder waren in der gleichen Situation und kämpften damit – genau wie ich. Das erleichterte mich und half mir, von mir zu erzählen. Indem ich andere um Hilfe bat und ihrer Erfahrung, Kraft und Hoffnung zuhörte, konnte auch ich mich meinen Schmerzen stellen.

Das Loch in meinem Herzen begann zu heilen. Meine Machtlosigkeit über den Alkohol und seine Auswirkungen auf mich und meine Familie zu verstehen, gab mir die Chance, überhaupt wieder ein Gefühl von „ich kann es bewältigen“ zu erreichen. Ich fühlte mich nicht länger für alles verantwortlich oder schuldig, was in unserem Leben passierte. Ich begann, die Situation zu akzeptieren, wie sie war und fand eine gewisse geistige Gesundheit wieder.

Meinen besessenen Gedanken erlaubte ich nicht mehr, jeden wachen Moment und jede meiner schlaflosen Nächte zu beherrschen. Mit dem Verstehen meiner Machtlosigkeit konnte ich plötzlich besser schlafen und hatte mehr Zeit, andere Dinge zu tun. Ich suchte nicht mehr Schutz im Auto und hörte dabei weinend immer wieder den gleichen Song.

Schließlich konnte ich mein Leben geistig gesünder und hoffnungsvoller bewältigen.

By Manette M., California

Aus: The Forum, Februar 2020 Gedruckt/ veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von The Forum, Al-Anon Family Group Headquarters, Inc., Virginia Beach, VA

Ein Kommentar

  1. Dankeschön, genauso geht es mir, ich bin jedesmal dankbar daß es diese Gruppe gibt, daß es Bücher, Artikel und Menschen gibt die einem zuhören und selbst erzählen. Menschen die sich gegenseitig Mut machen gelassen und seelisch stark zu sein.
    Wir brauchen keine eigenen oder fremde Erniedrigung, Beschimpfung sowie unnötigen Ärger. Sich seelisch von der Last und Angst zu trennen kann oft Berge versetzen und uns selbst in eine neue friedvolle Zukunft verhelfen, und die Hilfe bekomme ich von dieser Gruppe. Mein Vater hat nach 33 Jahren wieder angefangen zu trinken und hat somit sein Lebensversprechen gebrochen. Nur die Al-Anon Gruppe; ihre Bücher hat mich verstehen; stärken können.
    Vielen Dank

    Montag, 8. März 2021 um 05 | Permalink

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