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Eine Trennung kann ich mir nicht vorstellen

Foto vom Sonnenuntergang angsVor fünf Jahren trieb mich die Unzufriedenheit über den Zustand meiner Ehe zu ProFamilia. Ich spürte, dass irgend etwas mit der Partnerschaft nicht stimmte und zwar schon über einen längeren Zeitraum hinweg, aber ich wusste nicht genau, was es war.

Ich machte mir Gedanken darüber, was ich der Eheberaterin sagen wollte. Im Gespräch kam schließlich heraus: Mein Mann trank jeden Abend eine Flasche Wein und (oder) mehrere Dosen Bier. Mir fehlte es an Kommunikation, Gemeinsamkeit und Harmonie. Das Schlimmste war, dass er sagte: „Ich trinke wegen dir, du bist Schuld!“.

Die Eheberaterin meinte, dass mein Mann wohl ein Alkoholproblem haben würde und dass sie dabei nicht helfen könne. Da könnte nur A.A. helfen.

Es vergingen nochmals mehrere Monate, bis ich beim Telefondienst der A.A. anrief und in mein erstes Al-Anon Meeting ging. Das ist jetzt vier Jahre her.

Der Eheberaterin und Al-Anon bin ich dankbar, weil ich bei beiden erfuhr, dass ich nicht Schuld bin, wenn mein Mann trinkt.

Seit ich zu Al-Anon gehe, gibt mir mein Mann auch keine Schuld mehr daran, dass er trinkt. Ich werfe es ihm ja auch nicht mehr vor. So einfach war das.

Ich arbeite daran, die Beziehung einfach so zu nehmen wie sie ist. Wir sind seit 20 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder. Ich könnte mir eine Trennung von meinem Mann nicht vorstellen.

An mir selbst muss ich noch viel arbeiten, und das geht nur ganz langsam. Es fällt mir schwer, meine eigenen Fehler zu erkennen und einen Glauben an eine Höhere Macht zu finden. Aber nachdem ich so viele Jahrzehnte so anders gelebt habe, muss ich mir wohl auch beim Arbeiten im Programm Zeit lassen.

G., Al-Anon

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