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So wirkt Al-Anon

SowirktAlAnonZugegeben, als erstes Buch wäre dieses Buch für mich nichts gewesen. Warum? Weil es einfach zu viel Gutes enthält, um es in dem Tempo, was ich damals vorlegte, zu bewältigen.

Wenn ich aber nicht so besessen davon bin, ein Buch schnell durch zu arbeiten, dann ist es von der ersten bis zur letzten Zeile hilfreich.

Schon zu Beginn, bei den „vielen Gesichtern“, erkenne ich mich in fast allen Gesichtern von Al-Anon wieder.

All die Dinge, die doch „eigentlich“ nichts mit dem Saufen zu tun haben, mich an meinem eigenen Verstand zweifeln lassen – auch sie finde ich gleich am Anfang des Buches. Genauso wie die Erklärung, warum ich in Al-Anon keine Ratschläge bekomme, wie ich mich in einer konkreten Situation entscheiden soll, nur den Rat, mit der Entscheidung zu warten, bis ich selbst Möglichkeiten entdecke, an die ich heute noch gar nicht denken kann.

Es werden viele Beispiele gegeben, an denen ich erkennen kann, was die „Familienkrankheit“ Alkoholismus bewirkt: in der nassen Zeit, aber auch, wenn der Alkoholiker trocken ist oder gar verstorben.

Es gibt so viele Probleme in meinem Leben – aber ich komme anfangs gar nicht auf die Idee, dass es Auswirkungen des Alkoholismus sind. Hier die Zusammenhänge zu lesen, öffnet mir die Augen!

Auch das Erschaffen einer Fantasiewelt wird entlarvend beschrieben.

Das Buch ist – wie auch unsere Schritte und Traditionen – in der wohltuenden „Wir-Form“ geschrieben. Es ist also auch ein Erfahrungsangebot und Wegweisung für das persönliche Leben jedes einzelnen von uns.

Wenn ich lese, wie die Menschen, die als „wir“ in dem Buch zu mir reden, von schlimmen Dingen erzählen, die ich von mir kenne, aber niemandem – auch nicht mir selbst – eingestanden habe, dann fühle ich mich ganz selbstverständlich zugehörig.

Das sechste Kapitel macht mir meine Rolle, die ich in dem „Spiel des Alkoholikers“ spiele bewusst und führt mir vor Augen, was es mit mir macht, dass ich „mitspiele“. Es wird aber auch – da bildlich erklärt – leicht verständlich beschrieben, was ich an anderen Möglichkeiten habe und was diese anderen Möglichkeiten beim Alkoholiker bewirken, das wird mir sofort bewusst.

Kapitel Sieben beschreibt all die Möglichkeiten der Hilfe, die mit dem Besuch der Meetings verbunden sind, Sponsorschaft und die Hilfen, die die Literatur bietet.

Es folgt eine relativ kurze Erklärung zu den 12 Schritten – etwa zwei Seiten je Schritt. In den Lebensgeschichten im zweiten Teil des Buches steht in der Lebensgeschichte von Lois, der Gründerin von Al-Anon, noch mal ganz kurz was zu den einzelnen Schritten.

Das nächste Kapitel behandelt unsere 12 bekanntesten Slogans.

Kapitel Zehn macht mir bewusst, dass und wie ich mein Denken ändern kann, um nicht unter dem, was ein anderer tut zu leiden.

Im Elften Kapitel geht es um das, wogegen ich anfangs kämpfe, mir nicht vorstellen konnte, das zu tun: Loslassen und Vergebung. Dazu werden mir die Augen geöffnet, dass das, was ich für Liebe hielt, Besessenheit ist!

Wenn ich das akzeptiere, dann kann ich meine Besessenheit und den Alkoholiker loslassen, sodass ich mich darauf einlassen kann, für mich selbst gut zu sorgen.

Passend dazu heißt das Zwölfte Kapitel „Für uns selbst sorgen“. Wie geht das denn, mich selbst gut behandeln? Gut, dass es in diesem Buch steht, wie ich Körper Geist und Seele pflegen kann und dahin komme, dass ich mich selbst achte und wertschätze und mich von niemandem mehr missbrauchen lasse.

Wenn ich entdeckt habe, wie ich gut für mich sorgen kann und es auch tue, dann bin ich bereit für das nächste Kapitel. Da geht es dann um das Leben mit anderen Menschen: Ich selbst sein und auch die Wünsche und Bedürfnisse der anderen achten, sodass wir gut miteinander leben können – auch dann, wenn es Konflikte gibt.

Das kurze Kapitel „Dienst“ macht mir den Unterschied zwischen dem, wozu ich mich in alkohöllische Strukturen verpflichtet fühlte und dem, was Dienst in Al-Anon bedeutet, klar. Es nimmt mir die Angst davor, Dienst zu tun, denn mir wird bewusst, dass ich was für mich tue, wenn ich Dienst mache.

Kapitel 15 beantwortet die Frage, warum so viele immer noch zu Al-Anon gehen, obwohl sie das Problem, welches sie zu Al-Anon brachte, seit Jahren nicht mehr haben.

Kapitel 16 ist eine Einführung in die Zwölf Traditionen und im 17. Kapitel steht einiges aus der Geschichte Al-Anons.

Im zweiten Teil des Buches stehen 44 persönliche Lebensgeschichten, die alle das enthalten, was dem jeweiligen Menschen besonders geholfen hat.

So wirkt Al-Anon: Hier findet sich die Grundlage der Al-Anon Weisheit. In diesem Buch teilen Al-Anon Mitglieder ihre umfassenden Erfahrungen, wie Al-Anon bei ihnen wirkt und gewirkt hat. Es ist das reichhaltigste Al-Anon Buch und bestens geeignet zum Selbststudium oder zur Arbeit in der Gruppe

Geschrieben von einer Al-Anon

“So wirkt Al-Anon “ (Bestell-Nr. 105)
Al-Anon Familiengruppen – Zentrales Dienstbüro
Emilienstraße 4 – D – 45128 Essen
Tel. : 0201 / 77 30 07 –  www.al-anon.de