Zurüruck zum Inhalt

Nachlese St.Gilgen

StGilgenWir, das sind Birgit, Gabriele, Alfred und Helmut hatten uns abgesprochen und waren als Gruppe gemeinsam nach St. Gilgen zum DLT 2014 (Deutschsprachiges Länder Treffen Al-Anon Erwachsene Kinder und Alateen) gefahren.

Im Vorfeld klärten wir, dass das ein Kurzurlaub wird mit Donnerstag anreisen, Freitag bis Sonntag DLT, Montag nach Hause fahren.

Die weiteste Anreise hatten wir zwar nicht, aber 836 km mussten bewältigt werden.

Ohne Zeitdruck reisten wir an und als der Wolfgangsee mit St. Gilgen vor uns lag sagten alle nur:

Booohh, ist das schön hier!

Unsere Eindrücke vom DLT:

Birgit: …….. LEBENSFREUDE DURCH AL-ANON…mein erstes bewusst gewähltes Meeting bei diesem DLT könnte ich auch als Gesamteindruck zu diesem Treffen nehmen.

„ICH BIN WERTVOLL“
war ein Alateenmeeting, was ich als Sponsorin miterleben durfte und immer in Erinnerung behalten werde.

Die gemeinsame An- und Abreise per PKW war so was wie das Sahnehäubchen, weil der Austausch untereinander mir Verständniss und Aussöhnung gebracht hat in Bezug auf Erlebnisse in meinem Elternhaus.

Bei unserer Ankunft steigerte sich die Vorfreude auf die schon bekannten Freunde noch mehr und es zeigte sich, wie angenehm es ist, im Vorfeld in Ruhe anzureisen.
Belohnt wurden wir zudem, weil das Regenwetter der Vorwochen während unserem Aufenthalt kein großes Thema mehr war.

ICH KANN NUR MICH ÄNDERN (Das Motto dieses DLT´s) werde ich auch bei diesem Aspekt zukünftig nutzen, weil ich mir nicht nochmal so einen dicken Kopf im Vorfeld machen mag.

Gabriele: ….. Für mich war die gemeinsame Anreise eine Übung im Loslassen.
Ich konnte mich den umsichtigen Fahrern anvertrauen und gelassen auf der hinteren Bank sitzen.

St. Gilgen und der Wolfgangsee direkt in der Nähe des Gästehauses waren ein besonderes Urlaubserlebnis. Ich konnte meine eigene Zeit des Ankommens und viel Selbstverbindung üben.

Mit meiner Reisegruppe hatte ich einen Heimathafen bei mir, bei dem ich immer mal wieder ankern konnte. Nun wirkt sich für mich aus, wie ich Vertrauen und Verlässlichkeit in den Diensten bei Al-Anon gewinnen konnte.
Das DLT hat mich berührt, die Offenheit der Menschen untereinander und die Herzlichkeit im Miteinander trugen dazu bei, das ich mich als Teil einer großen Familie fühlen konnte.

Die vertraute Nähe, die ich in meiner Kindheit oft vermisst habe, konnte ich in bei diesem Treffen behutsam für mich erschließen.
Ich darf bestimmen, was mir gut tut und ich darf achtsam mit anderen sein.
Eine Freude für mich war, dass wir die Kerze und andere Dinge für das nächste DLT in Münster im Staffellauf übernehmen durften.
Mittlerweile ist die Kerze in Münster angekommen, so dass allen Teilnehmern des kommenden DLT Kraft und Hoffnung leuchten können.

Alfred: ……Ein Jahr bis zum nächsten DLT Al-Anon Erwachsene Kinder war wie im Flug vorbei.

Ich reiste wieder mit zwei Al-Anon Freundinnen und einem Al-Anon Freund nach St. Gilgen in Österreich. Je näher wir dem Veranstaltungsort kamen, desto größer wurde meine Vorfreude alte Freunde und Freundinnen wieder zu treffen und neue kennen zu lernen.

Die Anreise verlief sehr harmonisch – vorweg, die Abreise auch.
Donnerstagabend erreichten wir die Jugendherberge und wurden schon beim Aussteigen aus unserem Auto herzlich begrüßt und umarmt. Das war für mich wie ankommen zu Hause.
Den Freitag verbrachten wir dann mit der ersten Erkundung von Salzburg.

Kurz vor dem Abendessen waren wir wieder zurück und konnten gestärkt das Eröffnungsmeeting genießen.
Den Samstag begann ich mit der Morgenmeditation, um dann in „meinen“ Meetings meine Erfahrung, Kraft und Hoffnung miteinander zu teilen.

Da gab es für mich vieles zum Mitnehmen und Annehmen, aber auch zum Nachdenken.
Gespräche und Erfahrungsaustausch in den Pausen waren für mich auch sehr hilfreich.
Am Abend ging dann mit dem Buffet, der Disco, dem Kuschelmeeting und kleinen „Meetings“ das lockere kennenlernen weiter.

Dann kam schon der Sonntag mit dem Abschlussmeeting.
Nach dem Mittagessen begann das Abschiednehmen: „Bis zum Wiedersehen nächstes Jahr – in Münster!“.

Den Sonntagnachmittag verbrachten wir in St. Wolfgang und hatten noch einige unerwartet schöne Erlebnisse. Auf den Regenschauer hätten wir trotzdem gerne verzichtet. Obwohl nach dem Regenschauer wurden wir durch einen phantastischen Regenbogen entschädigt.

Ja, und dann reisten wir am Montag nach Hause mit vielen neuen Erfahrungen und Freundschaften im Herzen.  Das braucht jetzt Zeit zum Sortieren.

Mit dem Spruch „Komm wieder, es funktioniert“ nahm ich Abschied und habe den Wunsch nächstes Jahr in Münster wieder dabei zu sein.
Jetzt fehlt nur noch ein dickes „Danke euch“ an das Orga-Team und auch an die Jugendherberge zu sagen. Denn es war wieder „Spitze“.

Helmut:……….. Ohne Erwartungen in eine bestimmte Richtung fuhr ich hin.
Innere Freude kam auf, als ich Freundinnen und Freunde wieder traf und wir uns austauschten.

Die Auswahl der Meetings entschied ich kurzfristig aus dem Gefühl heraus.
Nach dem Meeting dachte ich immer die richtige Wahl getroffen zu haben.

Genau so wertvoll wie die Aussagen in den Meetings empfand ich die Gespräche zwischendurch.
Neue Freunde habe ich kennen gelernt und schon jetzt lieb gewonnen.
Meine eigene Lebensfreude ist durch Al–Anon vergrößert worden.

Auf der Rückfahrt tauschten wir unsere neuen Erfahrungen und Erkenntnisse aus und wurden uns schnell einig, dass wir nächstes Jahr in Münster wieder dabei sein werden.

Die Al–Anon : Birgit, Gabriele, Alfred, Helmut