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Mein Weg zu Al-Anon

PferdeAufgewachsen bin ich mit meinen beiden Geschwistern bei unserer alkoholkranken Mutter.
Meine Eltern trennten sich als ich 10 Jahre alt war.

Der Kontakt zu meinem Vater wurde zusehend weniger, da meine Mutter kaum ein gutes Haar an ihm ließ.

Die Beziehung zu meiner Mutter wurde im Laufe der Jahre immer schwieriger und so brach ich den Kontakt ab.

Ich heiratete einen Mann, der zu viel trank. Selbstverständlich sah er dies anders.
Es waren viele Jahre voller Schuldgefühle, Ängste, Verzweiflung und Kontrolle durch ihn.

Eine Freundin, die meinem Leidensweg mitbekam, war trockene Alkoholikerin und besuchte regelmäßig die AA-Meetings.

Sie erzählte mir von den Al-Anon Meetings.

Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, was mich in solch einem Meeting erwarten würde.

Meine Verzweiflung war aber mittlerweile so groß, dass ich nach diesem Strohhalm griff.

Mein erstes Meeting liegt nun mittlerweile 11 Jahre zurück, aber ich kann mich noch heute an viele der lieben Freunde und Freundinnen erinnern die mich so herzlich empfangen und mit Mut gemacht haben.
Ich war unendlich erleichtert Menschen zu treffen, die mich verstanden.

In den Geschichten die sie von sich erzählten fand ich mich wieder. Es war wunderbar, denn ich fühlte mich nicht mehr so allein.

In Al-Anon habe ich gelernt meine Gefühle und Bedürfnisse offen und ehrlich zu äußern.
Ich weiß, dass ich andere Menschen nicht ändern kann, nur mich selbst.
Dadurch kann ich heute viel gelassener meinen Tag beginnen und ihn auch beenden.

Zu meinem Vater habe ich, dank Al-Anon, seit Jahren wieder ein gutes Verhältnis.
Zu meiner Mutter habe ich bis heute keinen Kontakt und von meinem Mann habe ich mich vor vielen Jahren getrennt.

In meinem Freundes – und Bekanntenkreis stoße ich nur ganz selten auf Menschen die ein Problem mit Alkohol haben.
Dennoch besuche ich weiterhin die Meetings und engagiere mich in den Diensten.
So kann ich Al-Anon, für all das was ich erhalten habe, etwas zurückgeben.

Heute habe ich die Gelegenheit Neue im Meeting herzlich zu empfangen und ich hoffe, dass ich ihnen das Gefühl geben kann verstanden zu werden und nicht allein zu sein.

Al-Anon ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Ich bin dankbar in Al-Anon zu genesen.

Stefanie