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Die Alkoholiker trinken – was geschieht mit den Angehörigen?

Teddy2Die Angehörigen erkennen oft nicht, dass ihre Partner krank sind und sie selbst dadurch auch krank werden.

Durch das Verleugnen der Krankheit entsteht eine Wahrnehmungsverzerrung, so dass die Angehörigen sich fragen, ob sie sich das Problem nicht nur einbilden.

Sie fühlen sich rundum unwohl und wissen nicht, warum.

Die Angehörigen wissen nicht, was zu tun ist, aber achten nicht mehr auf die eigenen Bedürfnisse.

Die Krankheit wird von den Angehörigen unter anderem deshalb verdrängt, weil der Alkoholiker nicht ununterbrochen trinkt und dadurch jedes Mal die Hoffnung entsteht, dass das Trinkverhalten normal ist.

Zugleich wollen die Angehörigen nicht glauben, dass übermäßiger Alkoholgenuss bedrohlich werden kann.

Kinder lieben ihre Eltern so wie sie sind, ohne zu spüren und zu wissen, dass auch sie Schaden nehmen: Sie werden emotional verwirrt, u.a. durch  Schuldgefühle, Unsicherheiten über ihre eigene Wahrnehmung und unbedingtes Helfenwollen.

In Al-Anon lernen wir zu unterscheiden zwischen gesundem Helfen und Selbstaufgabe.

Wir lernen zu erkennen, dass gebrauchen, verbrauchen und missbrauchen zu der Alkoholkrankheit gehören und dass Al-Anon die Möglichkeit bietet, den Teufelskreis, in den auch die Angehörigen durch die Alkoholkrankheit eines nahe stehenden Menschen gezogen werden, zu durchbrechen.

Die Angehörigen befinden sich in dem Teufelskreis, wenn sie durch das Suchtverhalten eines anderen in Mitleidenschaft gezogen werden und bestimmte Verhaltensweisen entwickeln, um bspw. den Alkoholiker vom Trinken abzuhalten, die da wären Manipulation, Verleugnung, Kontrollverhalten u.a.

Erst in Al-Anon lernt der/die Angehörige, Verantwortung für sich  zu übernehmen.

Mit Al-Anon ist eine Veränderung für den/die Angehörigen möglich und diese kann zu einer Veränderung des Alkoholikers führen.

Arbeitskreisergebnis der IG West