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Das Gleichgewicht in uns selbst herstellen

Abbildung einer GeburtstagszahlWieder durfte ich mich heute in einer Alltagssituation erleben, in der ich dankbar für mein neues und gesünderes Verhalten war.
Ich hatte eine kurze Besorgung zu machen und wollte sie natürlich rasch erledigen. Beim Warten in der Schlange an der Kasse fiel mir noch eine Frage an die Verkäuferin ein und ich verließ die Reihe. Nachdem ich mein Anliegen schnell klären konnte, kam kurz ein altes Verhalten aus meinem alkoholkrankem Umfeld in mir hoch: Schließlich stand ich eben schon mal an und hatte das Recht, wieder nach vorne zu gehen. Mich am besten noch ein wenig vordrängeln. Das Ganze basierend auf einem alten Gefühl des „Zu kurz Kommens“ oder des schrägen „Es sei mein Recht“.
Relativ schnell konnte ich das alte Verhalten in mir erkennen und mich für den gelasseneren Weg entscheiden -respektvoll und wertschätzend mir und den Anderen gegenüber. Ich stellte mich wieder in die Reihe und fragte noch die Frau hinter dem Regal, ob sie noch vor mir dran sei, da ich mir nicht sicher war. Sie sagte ja und ließ mich dann mit meinen wenigen Artikeln sogar vor. In diesem Moment wurde noch eine Kasse geöffnet und die Kassiererin bat mich, doch zu ihr zukommen…ich war also super schnell aus dem Geschäft draußen, fühlte mich beglückt und friedlich und so dankbar für die Möglichkeit, heute anders handeln zu können.
Dank der Arbeit in unserem Programm, dem regelmäßigen Besuch der Meetings und der Arbeit mit meiner Sponsorin komme ich mir immer besser „auf die Schliche“, erkenne ungesundes Verhalten früher und erlebe, wie es funktionieren kann, das Gleichgewicht in mir selbst herzustellen. Damit werde ich unabhängiger von dem Verhalten anderer und brauche sie nicht mehr zu „benutzen“, um meine Gefühle zu regulieren. Auch bin ich viel weniger einsam, ich habe eine wunderbare Gemeinschaft.
Eine sich weiter entdeckende Al-Anon

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