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Al-Anon auf einer Gesundheitsmesse

Foto: Flipchart mit Hinweis zu Al-AnonWas hat Al-Anon mit Gesundheit zu tun ? Sehr viel, wie ich finde. Denn bevor ich Al-Anon kennenlernte, war ich sehr oft krank. Besonders ist mir mein damaliger Bandscheibenvorfall im Gedächtnis geblieben. Mein Rücken/ich bin am Kampf gegen den Alkoholkonsum meines Mannes damals fast zerbrochen. Oder ist es nur Zufall, dass ich im Sommer nach meinem Bandscheibenvorfall zu Al-Anon fand ?

Weil wir Al-Anons finden, dass Gesundheit sehr viel mit Al-Anon zu tun hat, hatten wir jetzt bereits zum 3. Mal eine Informationsstand über Al-Anon auf einer großen Gesundheitsmesse in unserer Region. Dort standen wir dann zwischen Ernährungsberatungen, anderen Selbsthilfegruppen, Esotherik, Orthopädie, Frauenhaus, Massagepraxen, Pflegediensten und fernsteuerbaren Rollstühlen.

Und weil man uns trotz Anmeldung nicht auf der Reihe hatte, hatte man für uns keinen richtigen Platz mehr freigehalten. Wir durften uns dann eine der noch  „überflüssigen“ Ecken aussuchen und plazierten uns direkt vor eine schöne große weisse Wand, neben dem Toiletteneingang. Man entschuldigte sich mehrfach, aber uns störte das überhaupt nicht, denn dort mussten viele Leute einmal hin und außerdem auch noch draußen öfters auf Bekannte warten.

So hatten viel mehr Leute Gelegenheit, auf unser Stand einen Blick zu werfen, und auch die großen hellgelben Plakate von einer baldigen Al-Anon-Infoveranstaltung zu registrieren, als die Jahre vorher, wo man uns zwischen die anderen Selbsthilfegruppen in der hintersten Ecke plaziert hatte, dort wo fast kein Durchgangsverkehr war.

Viele haben unseren Stand bemerkt und gesehen, dass es Al-Anon als Hilfe für Familien und Freunde von Alkoholikern gibt. Das ist der Hauptzweck, warum wir an solchen Aktionen teilnehmen, um auf uns aufmerksam zu machen, egal ob man gerade selber aktiv mit der Familienkrankheit Alkoholismus zu tun hat oder nicht. Weitersagen ist ja schließlich auch erlaubt !

Wir hatten aber auch direkte Gespräche mit Betroffenen und konnten persönliche Erfahrungen und Informationsmaterial weitergeben. Allerdings machten wir auch wieder die Erfahrung, dass uns mehrere Leute für Alkoholiker hielten, auch nachdem sie bereits längere Zeit mit uns gesprochen hatten. Jedenfalls waren alle von Alkoholismus in ihrer nächsten Umgebung betroffen und wussten nicht damit umzugehen.

Für uns selber ist die Teilnahme an dieser Gesundheitsmesse auch eine schöne Sache, denn dadurch, dass wir immer mindestens zu zweit sind, kann man sich zwischendurch auch mal selber informieren.

2 Kommentare

  1. Birgit schrieb:

    Liebe Jutta,ich bin Birgit eine Al-Anon und EKA und mich interessiert die Gesundheitsmesse sehr,das Thema öffentlichkeit.Meine Frage an Dich wie Ihrs mit der Annonymität gemacht habt.Seit Ihr an andere Orte gegangen oder habt Ihr an Eurem Wohnort/Meetingsort eine andre Gruppe kommen lassen,drum gebeten zu kommen und wart selbst Standausrichter.Ich freue mich,wenn Du dazu mit mir teilen magst.Alles Liebe und gute 24h,Birgit

    Mittwoch, 29. Dezember 2010 um 17 | Permalink
  2. Jutta Al-Anon schrieb:

    Kiebe Birgit, ich finde die Anonymität in der Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig, das sagen ja auch unsere Traditionen, die für mich Erfahrungen darstellen. So haben wir das vor Ort durch unsere ÖI-Koordonation angestoßen, aber den Stand haben andere Al-Anons von weiter weg gemacht. So habe ich das in unserer Region gelernt. Dir auch viele liebe Grüße

    Mittwoch, 29. Dezember 2010 um 21 | Permalink