Jetzt weiß ich, dass mein Vater nur ein Mann ist. Die letzten 30 Jahre stellte ich ihn auf ein Podest. Er war ein Leuchtturm, ein Beispiel dafür, wie das Programm wirklich funktioniert.
Er lebte 15 Jahre nüchtern, dann hatte er einen Rückfall. Den nächsten Rückfall dann nach 5 Jahren und jetzt wieder einen nach weniger als einem Jahr Trockenheit. Meine Welt ist zerrüttet, und ich fühle mich verloren. Ich hasse diese Krankheit! Doch weil es mein Vater ist, kann ich es als eine Krankheit anerkennen – und dafür bin ich dankbar. …weiterlesen …
Uns, den Angehörigen von Alkoholikern ist eine Bürde auferlegt. Das wissen alle diejenigen am besten, die in den Meetings zuweilen die Lebensberichte der anderen Freunde hören. Doch ich habe erfahren, es ist nicht nur Bürde da, sondern auch Würde.
Krankes Denken, Niedergeschlagenheit bis zur Verzweiflung, scheinbare Ausweglosigkeit und Resignation, das ist Bürde.
Jeder Al-Anon weiß, wovon ich rede.
Trotzdem bin ich schon Menschen begegnet, die ähnlich düstere Lebenserfahrungen mit dem Alkohol gemacht haben, die aber innerlich heil geblieben oder wieder heil geworden sind. Eine seltsame Kraft scheint von ihnen auszugehen: eine Kraft der Unzerstörbarkeit – eben einer Würde, die für die Umwelt ein ganzes Potenzial an Auftrieb vermittelt.
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Schon öfters in meinem Leben hätte ich gerne eine Annahme verweigert, aber was bei üblichen Warensendungen in der Regel funktioniert, bei anderen Dingen tut es das leider nicht, die Annahme zu verweigern.
Ich wollte ganz bestimmt NICHT mit einem Alkoholiker verheiratet sein und ich wollte im Alter von 30 gerne mein erstes Kind haben und dann mit meiner Familie ein munteres, offenes Leben führen.
Und was habe ich bekommen ? Schon kurz vor der Hochzeit habe ich die ersten versteckten Schnapsflaschen gefunden und dann, wie üblich, eine mögliche Erklärung dafür gefunden und warum das dann aufhört und ihn dann trotzdem geheiratet.
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Ich bin ja so dankbar, dass ich
Al-Anon habe!
Als junger Mensch fand ich Flucht aus den Umständen, in denen ich mich befand, im Erlernen fremder Sprachen – vor allem Deutsch.
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Unter diesem Motto laden die
Al-Anon Familiengruppen
am 24.03.2012 ab 11 Uhr
im Gemeindehaus der St. Michaelis Kirche,
Krayenkamp 4, 20459 Hamburg
zu ihrer jährlichen öffentlichen Informationsveranstaltung
dem „Michel-Meeting“ ein.
Der Eintritt ist frei
Seit nunmehr über zwei Jahrzehnten treffen sich zu diesem Anlass Angehörige und Freunde von alkoholkranken Menschen, Interessierte, Betroffene, Fachleute und die Öffentlichkeit aus Hamburg und der Umgebung zur Information und zum Austausch über die
Familienkrankheit Alkoholismus.
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Auch wenn Alkoholismus seit 1968 eine anerkannte Krankheit ist, so ist das doch längst noch nicht im Bewusstsein der Menschen. Und dass die Angehörigen der Alkoholiker darunter leiden, versteht kein Außenstehender. Da bekomme ich dann gesagt: „Du musst deinen Mann besser erziehen! Wenn du ihm nicht gepflegtes Trinken beibringen kannst, dann hast du als Ehefrau versagt!“ oder „Na, du kannst ihm doch einfach sagen ……………“ Nein, kann ich nicht! Weil Alkoholismus alle Lebensbereiche des Alkoholikers und auch der Menschen, die in seinem ‚Dunstkreis‘ leben, verändert, sind ganz normale zwischenmenschliche Dinge unmöglich!
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Alateen ist eine Selbsthilfegruppe für junge Leute,deren Leben durch das Trinken eines Angehörigen oder nahen Freundes beeinträchtigt worden ist. Wir berichten vom Programm der Gruppen und stellen Alateen-Literatur vor. Gerne werden auch Fragen beantwortet.

Samstag, 18. Februar 2012 14 Uhr
Eichenallee 47
14057 Berlin – Charlottenburg
Veranstalter: Al-Anon / Alateen
Telefon des Dienstbüros 0201 773007
Wir unterstützen hiermit die dritte bundesweite
Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien
vom 12. – 18.2.2012 Info www.coa-aktionswoche.de
In den Alateengruppen kommen junge Leute zusammen und sprechen über ihre Schwierigkeiten. Sie suchen nach wirksamen Wegen, mit ihren Problemen fertig zu werden. Sie ermutigen sich gegenseitig. Sie erfahren, dass sie ihr eigenen wertvollen und befriedigenden Lebenserfahrungen machen können.
www.al-anon.de www.alateen.de
Etwa jedes sechste Kind in Deutschland kommt aus einer Familie, in der Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit herrschen. Ca. sechs Millionen Erwachsene in Deutschland sind sind als Kinder in Suchtfamilien aufgewachsen. Kinder von Suchtkranken (Children of Alcoholics/ Children of Addicts = COA) sind Risikokandidaten, selber eine stoffliche Sucht oder eine psychische oder soziale Störung zu entwickeln.
Aber, diese Kinder sind auch extrem widerstandsfähig. Mit der richtigen Art von Unterstützung können sie sich zu gesunden, lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln.
WAS IST DAS ZIEL DER AKTIONSWOCHE?
Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien (kurz: COA-Aktionswoche) lenkt in der Woche vom 12. bis 18. Februar 2012 die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf die mehr als 2,6 Millionen Kinder, die in Deutschland unter einem Suchtproblemen ihrer Eltern leiden.
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“Wenn ich etwas tue, tut sich was für mich” ist eine Broschüre von Al-Anon, die davon erzählt, was einem passieren kann, wenn man sich traut, in Al-Anon Verantwortung zu übernehmen. Sei es vor und nach dem Meeting Stühle zu rücken oder irgendwann z.B. als Delegierte/r die Gruppen einer Region zu betreuen und zu vertreten. Diese Broschüre handelt davon. Und zwar nicht nur, dass ich durch meinen Dienst etwas von mir und meiner Persönlichkeit Al-Anon schenke, sondern dass dabei auch etwas mit mir passiert. Ich verändere mich. Ich wachse !
Im ersten Teil der Broschüre werden viele Geschichten erzählt, von persönlicher Entwicklung durch Dienst. Aber auch ebenso von der Angst, Verantwortung zu übernehmen, Fehler zu machen, Verpflichtungen einzugehen, zu versagen aber auch von der Angst vor Erfolg.
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„Ich hasse Weihnachten“, war mein Standardspruch der letzten vielen Jahren. Meist bekam ich schon an St. Martin schlechte Laune und Panikattacken. Ich wollte nicht, dass Weihnachten war, oder wenn ich es schon nicht abschaffen konnte, dann sollte es bitte möglichst schnell vorbei gehen.
Hätte ich Geld gehabt, wäre ich jedes Jahr um die Weihnachtszeit weggefahren, irgendwohin, wo ich es hätte ignorieren können. Aber erstens hatten wir nie Geld und zweitens 5 Kinder, und so verlebte ich die Weihnachtszeit in ständiger Diskrepanz von „gute Miene zum bösen Spiel“ und der totalen Verweigerung auch nur irgendetwas daran schön zu finden. Mit stoischer Verbitterung und fest verschlossenem Herzen war für mich die Zeit ab dem 1. Advent eine Zeit des Aushaltens, der Ignoranz und endete mit einem Stoßseufzer am 3. Weihnachtstag, wenn alles wieder vorbei war.
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